M. Meiners GmbH

Den Zimmereibetrieb und das Sägewerk August Meiners gibt es in Bösel an der Fladderburger Straße seit dem Jahre 1959.

August Meiners, Geburtsjahrgang 1932, stammt gebürtig aus Garrel. Nach Beendigung seiner Schulzeit absolvierte er zunächst eine Lehre als Stellmacher. Da seiner Meinung nach die beruflichen Aussichten auf diesem Gebiet nicht zukunftsträchtig seien, entschloss er sich, eine Zimmererlehre anzuhängen. Diese Ausbildung erfuhr er in Neuenkirchen. Schon bald nach Beendigung der Lehre meldete er sich als Geselle bei der Meisterschule in Oldenburg an. Als er den Meisterbrief in der Tasche hatte, trieb es ihn sofort zur Selbstständigkeit. Er kehrte der Heimatgemeinde Garrel den Rücken, obwohl ihm dort gute Startbedingungen offeriert worden waren, und kaufte an der Fladderburger Straße von Bernhard Gelhaus ein Grundstück von etwa 5000m² Größe. Dieses etwas tiefer gelegene Grundstück musste zunächst bis zu ½ Meter mit Sand aufgefahren werden. Der Sand wurde vom Sandker Weg mit Pferd und Wagen transportiert. Dabei wurde er tatkräftig von seiner Frau Maria unterstützt.

Der Bau einer Sägerei, einer Werkstatt mit angrenzendem Wohnbereich wurde abgeschlossen und zusammen mit seinem Bruder ein Zimmereibetrieb und Sägewerk eröffnet.

Arbeitsaufträge gab es hinreichend und es dauerte nicht lange, bis die junge Firma für zuverlässige und termingerechte Auftragsausführung bekannt wurde. Der Betrieb wurde mit Großaufträgen bedacht. Zu ihnen zählten Arbeiten der Dachrenovierung bei der Pfarrkirche St. Cäcilia im Jahre 1961. Fast die ganze Siedlung Overlahe und einige Häuser der Siedlung Hülsberg sind mit Unterstützung dieses Handwerksbetriebes gebaut worden. Als "guter Kunde" erwies sich in den folgenden Jahren auch das Moorgut Kartzfehn. Die Umstellung von der Hühnerhaltung auf Putenzucht und Putenmast erforderte enorme Baumaßnahmen und zuverlässige Baupartner. Auch die Wohnungsbaugesellschaft wurde auf den Zimmereibetrieb aus Bösel aufmerksam und vergab die entsprechenden Arbeiten zum Bau einer ganzen Siedlung (19 Häuser) im Baugebiet Sternbusch bei Cloppenburg.

Im Jahre 1963 stand mit dem Bau eines Wohnhauses auf dem Betriebsgelände die erste größere Erweiterung an. Einen Rückschlag für den Betrieb gab es 1973 durch einen Brand. Das erste Gebäude der Sägerei brannte bis auf den Bürotrakt ab. Der Bau einer neuen, größeren Sägerei war die Folge.

Der heutige Geschäftsführer Ludger Meiners arbeitet seit 1976 im elterlichen Betieb mit, nachdem er vorher seine Ausbildung zum Zimmerer beim Betrieb Erwin Hochartz in Friesoythe abgeschlossen hatte. Einige Jahre arbeitete er als Geselle bei seinem Vater. Dann ging er auf die Meisterschule nach Lüneburg, die er 1984 nach bestandener Meisterprüfung wieder verließ. Im gleichen Jahr wurde auch der Bau der großen Halle fertig gestellt.

Den Schritt in die Selbstständigkeit unternahm Ludger Meiners im Jahre 1992. Er gründete die Firma "Holz und Technik". Als größere Investition wurde eine computergesteuerte Abbundanlage angeschafft.

Dieses als reiner Sägerei- und Abbundbetrieb geführte Unternehmen entwirft und erstellt komplette Dachstuhlanlagen auf dem eigenen Gelände. Dadurch entfällt natürlich das Zuschneiden des Holzes auf der Baustelle. Die millimetergenau zugeschnittenen Balken und vormontierten Bauelemente werden angeliefert und brauchen dann "nur" von der Baufirma "gerichtet" zu werden. Um die Anlage effektiv auszunutzen, kann der Zuschnitt auch für andere holzverarbeitende Betriebe übernommen werden. Insgesamt werden jährlich etwa 150 bis 200 Dach- und Hallenkonstruktionen erstellt und an die Kundschaft ausgeliefert.

Mehrere Jahre haben zwei Firmen, die " Zimmerei" und "Holz und Technik" auf dem Betriebsgelände nebeneinander und miteinander gearbeitet. Vater und Sohn kooperierten, ein "Familienunternehmen" im besten Sinne des Wortes.

Seit 1995 hat der Seniorchef August Meiners sich nach und nach aus dem Geschäft zurückgezogen, obwohl bis heute sein Rat immer wieder eingeholt wird.

Ludger Meiners ist seit Juni 2001 alleiniger Geschäftsführer der "August Meiners GmbH & Co. KG".

Der Betrieb hat durchschnittlich etwa 15 Beschäftigte, darunter sind immer zwei bis drei Auszubildende sowohl im kaufmännischen als auch im handwerklichen Bereich.

Zu den Auftraggebern des Unternehmens zählen Baugesellschaften, Architekten und Landwirte sowie kommunale Einrichtungen, Privatkunden und Gewerbebetriebe.

Die Gesellschaft ist im Bereich der Zimmerei und Fertigungstechnik auf dem neuesten und modernsten Stand. Sie ist mit modernsten Maschinen ausgerüstet und verfügt über einen ansehnlichen Fuhrpark. In den letzten Jahren hat sie sich kontinuierlich erweitert und vergrößert.

Außergewöhnlich und vielschichtig sind die Aufträge, die in den letzten Jahren erledigt wurden: Bei der Erstellung des Hansaparks in Magdeburg war das Unternehmen Generalunternehmer für den Rohbau von 580 Wohneinheiten. Die Bauzeit erstreckte sich über 2 ½ Jahre. Im Gedächtnis ist sicher noch die Sanierung des Böseler Kirchturms, der neu eingeschalt und verschiefert wurde. Außerdem musste das Dach erneuert und repariert werden. Reithalle und Feuerwehrhaus waren die weiteren Bauobjekte in der eigenen Gemeinde. Beim Bau der Strafvollzugsanstalt in Oldenburg war die Böseler Firma ebenfalls beteiligt.

Um die Zukunft des Unternehmens ist es gut bestellt. In dem Familienunternehmen hat  Sohn Michael im Juni 2007 erfolgreich die Meisterprüfung bestanden und wird in die Fußstapfen des Vaters und Großvaters treten. So scheint der Betrieb Meiners auch in der 3. Generation fortzubestehen.

Letzte Aktualisierung:

28.09.2012

[Home] [Wir über uns] [Bauleistungen] [Lohnabbund] [Referenzen] [Holzrahmenbau] [Pferdeställe] [Bildergalerie] [Sonstiges] [Jobs] [Kontakt] [Impressum]